Erste Objekte mit der Videokamera aufgenommen

(von Michael Ortmann)

Ich habe mit dem Mikroskopieren etwa vor 5 Jahren angefangen. Da mein erstes Mikroskop aber eine schlechte Qualität hatte, hörte ich vor ca. 3 Jahren wieder auf. Als ich aber in die 11. Klasse kam und wir im Biologieunterricht mikroskopierten und ich sah, wie viele Details man mit einem guten Mikroskop erkennen kann, bekam ich wieder großes Interesse.Seit etwa einem Jahr besitze ich ein "Biolam LMK" von Bresser. Es besitzt bereits ein ÖL-Immersions-Objektiv womit ich momentan eine Vergrößerung von 1350x erreiche. Am wichtigsten war mir das dieses Mikroskop ausbaubar ist und das es dafür, dass es als Labormikroskop zählt recht günstig war.Ich werde versuchen mir einen Foto-Adapter zu kaufen um damit hoffentlich bessere Aufnahmen machen zu können. Meine jetzigen Bilder mache ich mit einer HI8-Kamera von Canon, die ich mit Hilfe einer TV-Karte direkt an den PC anschließe und die ich einfach an das Okular halte. Das hat den Nachteil, dass ich sehr wackle. Besonders am Mikroskopieren interessiert mich der Aufbau der Zellen, speziell der der Pflanzen. Insekten sehe ich mir dagegen nicht an, weil mir das Präparieren zu eklig wäre.Das einzige Buch das ich über das Mikroskopieren besitze stammt aus der "Was ist Was"-Reihe vom Tesslof Verlag (Autor: Dr. Rainer Köthe) (Druckjahr: 1994). Es ist speziell für jüngere Menschen gedacht, kann aber meiner Meinung nach auch für ältere Menschen interessant sein. Aus diesem Buch habe ich auch gelernt das man Iodtinktur als Färbemittel benutzen kann. Ich finde es vor allem deshalb so gut weil man es ganz leicht in der Apotheke bekommt. Methylenblau oder Eosin dagegen konnte ich nirgends finden.

Die Bilder 1 bis 6 stammen von einem Zwiebelhäutchen, das mit ethanolhaltiger Iodtinktur gefärbt wurde. Ich denke, dass die Zwiebel für den Einsteiger an besten geeignet ist, da man sehr leicht einzelne Zellschichten abziehen kann und die Zellen zusätzlich relativ groß sind.

 
 

Bild 4 zeigt den Zellkern, der in der Biologie auch Nukleus genannt wird. Recht interessant bei dieser Aufnahme sind die beiden Strukturen rechts unten im Bild.

 
 

Auf Bild 7 sind Stärkekörner einer Kartoffel zu sehen. Da Iod die Eigenschaft hat, Stärke violett zu verfärben, ist das Färbemittel auch in diesem Fall Iodtinktur; aber diesmal stark verdünnt.

In Bild 8 sieht man eine Mundschleimhautzelle. Diese findet man im Speichel. Man kann aber auch nachhelfen indem man mit dem Finger an der Innenseite des Mundes entlangfährt. Ein gutes Färbemittel wäre in diesem Fall Methylenblau. Da ich aber keines bekommen konnte habe ich wieder Iodtinktur genommen.

Auf den Bildern 10 und 11 ist die Haut eines Kartoffeltriebs zu sehen, welche ich zuvor mit einer Rasierklinge entfernt hatte. In dem Streifen sieht man deutlich die einzelnen Zellen und teilweise auch ihre Kerne.

Die feinen Haare bestehen ebenfalls aus Zellen, die hintereinander angeordnet sind, wie man in Bild 11 gut erkennt.