Digitale Mikroaufnahmen mit einer Web-Cam

An dieser Stelle möchte ich eine kurze Übersicht geben, mit welchen technischen Hilfsmitteln die mikroskopischen Aufnahmen entstanden sind, die hier in meinen Artikeln zu finden sind. Als Basis für die meisten Aufnahmen dient mein Zeiss Jenamed Mikroskop, da es zusätzlich zum Binokular auch noch an der Oberseite einen Ansatz für einen Fotoadapter bietet.

An diesen Fotoansatz habe ich einen russischen Monokulartubus angeschlossen, der fast denselben Schwalbenschwanzansatz verwendet, wie er von Zeiss gebaut wird. Der Durchmesser des russischen Monokulartubus ist nur etwas kleiner als der von Zeiss.

Als Kamera verwende ich die Parallelport-Internetkamera PS 39, welche von Pearl Agency für DM 269 angeboten wird. Sie hat bei diesem Preis eine erstaunlich gute Auflösung von physikalisch 800*600 Punkten in 16,7 Millionen Farben und kann durch Interpolation sogar auf 1024*768 Punkte kommen.
Den Spezialadapter habe ich nach meine Plänen drehen lassen. Auf ihn wird die Kamera aufgesteckt und er dient zur Fokussierung.

Man muss nur auf den richtigen Augenblick warten, um ein Screenshot zu machen. Sollte das Bild nicht den Anforderungen entsprechen, so kann man es direkt wieder löschen. Da die Digitalkamera recht lichtstark ist, kann man weitgehend auf einen Blitz verzichten.

Das Ergebnis könnte besser sein, ist aber für die meisten kleineren Anwendungen ausreichend. Durch leichte Modifikationen müsste man auch noch bessere Ergebnisse erzielen können. Ich verwende z.B. momentan noch das Kameraobjektiv. Besser wäre es sicher, das Bild direkt auf den CCD-Chip zu projizieren, da die zusätzliche Optik wieder eine Bildfeldwölbung hineinbringt.


Ich muss gestehen, dass ich bisher noch nie konventionelle mikroskopische Aufnahmen, mit meinen Mikroskopen gemacht habe, obwohl man durchaus sagen muss, dass Diaaufnahmen wesentlich schärfer und besser aufgelöst sind, als meine Digitalaufnahmen. Der Vorteil der letzteren ist jedoch ihre sofortige Verfügbarkeit und die Kostengünstigkeit. Außerdem erspart man sich, die Filme zur Entwicklung zu bringen und wieder abzuholen.